Gute Idee, aber arbeitnehmerunfreundlich in der Ausführung
Das Konzept von Deel ist super. Sie ermöglichen es Firmen in sämtlichen Ländern, Leute einzustellen, auch wenn die Firma dort keine eigene Niederlassung hat. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten: entweder der Arbeitnehmer ist als freelancer angestellt und muss sich um seine eigenen Steuern und Sozialabgaben kümmern. Oder, die zweite Möglichkeit, der Arbeitnehmer ist über Deal als Zwischenformen angestellt, bekommt einen Arbeitsvertrag aus seinem Aufenthalt und alle Abgaben werden direkt abgeführt. Der Arbeitnehmer bekommt sein Nettogehalt. Im Prinzip alles super. Aber auch sehr teuer für den Arbeitgeber. Ein Angestelltenverhältnis kostet pro Monat und pro Arbeitnehmer 599 $. Die meisten Arbeitgeber schrecken davor zurück. Als Arbeitnehmer kannst du dich nicht bei Deel anmelden, es muss ein Vertrag Vertrag zwischen deinem Arbeitgeber und Deel geschlossen werden. Nur zu den Nachteilen, abgesehen von den Kosten. Deel bietet dem Arbeitnehmer immer nur die schlechteste Version in seinem Aufenthaltsland an. Ich lebe in Kroatien. Hier ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass im Krankheitsfall 70 % des Gehalts bezahlt werden müssen. In Wirklichkeit zahlen die meisten Firmen 100 % Krankengeld. Das zählt aber nicht. Bei Deel bekommst du 70 %, auch wenn der Rest deiner Firma 100 % bekommt, weil sie in einem anderen Land leben oder direkt angestellt sind. Das selbe ist mit dem Urlaubsanspruch. Wenn gesetzlich 20 Urlaubstage vorgeschrieben sind, bekommst du genau diese 20, egal was der Rest der Firma bekommt. Das war zumindest bei mir so weil sich unsere Personalabteilung auch nicht um diese Sachen gekümmert hat. Als langjähriger Mitarbeiter habe ich mich aber schon ziemlich verschaukelt gefühlt.